Tiergestützte Intervention -
Was ist das eigentlich?
Tiergestützte Intervention ist der Oberbegriff für alle Angebote, in denen geeignete Tiere eingesetzt werden, um positive Wirkungen gezielt zur Förderung physischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten zu erreichen. Darüber hinaus kann Tiergestützte Intervention zur Erhöhung von Freude und Lebensqualität beitragen sowie Raum für neue Erlebens-, Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten schaffen.
Tiergestützte Intervention findet Anwendung in den Bereichen Pädagogik, Therapie, Coaching, Förderung und Aktivität. Demnach kann jede Altersgruppe von tiergestützter Intervention profitieren. Ziel meines Angebots ist die individuelle Förderung der Gesundheit des Einzelnen auf mehreren Ebenen. Die tierischen Begleiter wirken dabei u.a. als Türöffner, Bindeglied und Motivator.
Hinweis: Mein Angebot soll keinesfalls eine notwendige Therapie ersetzen, sondern unterstützend wirken. Dies kann natürlich auch ergänzend zu einer Therapie erfolgen.
>>Jede Altersklasse kann von Tiergestützter Intervention profitieren.<<
Foto: © Anne Hofschulte Fotografie & Design
Zeit für sich. Kraft tanken. Zur Ruhe kommen.
Mögliche Förderzielbereiche im Überblick
Tiere wirken auf Menschen schon alleine durch ihr Dasein. Es kommt u.a. zur Freisetzung von Endorphinen, somit auch zur Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin, wodurch das Gefühl von Nähe und Geborgenheit entsteht. Aus der Aktivierung des Oxytocin-Systems resultiert eine Reduzierung der Stressachsen-Aktivität.
Soziale Fähigkeiten
- Steigerung der Kommunikationsfähigkeit (u.a. Bedürfnismitteilung)
- Verbesserung der sprachlichen Kompetenz
- Verringerung von Isolation & Einsamkeitsgefühlen
- Förderung sozialen Verhaltens
- Förderung der Verantwortungsübernahme
Emotionale Ebene
- Gefühl bedingungsloser Akzeptanz
- Stärkung des Selbstbewusstseins & Selbstwertgefühls
- Erfahren von Selbstwirksamkeit
- Beziehungsaufbau
- Abbau von Ängsten
- Förderung der Empathiefähigkeit
- Steigerung der Geduld & Frustrationstoleranz
- Stärkung der Eigen-/Fremdwahrnehmung
- Verbesserung der Gefühlsregulation
- Förderung der Entscheidungsfähigkeit
Somatischer Bereich
- Stressreduktion & Entspannung
- Förderung des allgemeinen Wohlbefindens
- Verbesserung von Körpergefühl, Körper- und Sinneswahrnehmung
- Verbesserung motorischer Fähigkeiten
- Stärkung der koordinativen Fähigkeiten & des Gleichgewichts
- Anregung des Gedächtnisses/Stärkung der Merkfähigkeit
- Stärkung der Aufmerksamkeitsspanne & Konzentration
- Förderung des Lernverhaltens & der Motivation
>>Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen heraus streicheln.<<
Astrid Lindgren
Nach welcher Methode wird gearbeitet?
Meine Sicht- und Arbeitsweise
Nachdem ich einige Arbeitsweisen kennenlernen durfte, stand für mich zweifelsfrei fest, dass ich Tiere nur soweit in meine Arbeit einbinden möchte, dass ich sie in ihrer natürlichen Lebensweise so wenig wie möglich einschränke.
Ein Tier kann nicht sprechen und sagen, dass es etwas nicht möchte. Es liegt ganz allein in der Verantwortung des Menschen, die Signales des Tiers richtig zu deuten und entsprechend zu reagieren. Es kann Tieren nur gut gehen, wenn Menschen ihre arttypischen Verhaltensweisen und Bedürfnisse beachten.
Es ist die eine Sache, ein Tier zu etwas zu zwingen, das für seine Gesundheit notwendig ist (z.B. Klauenpflege, Tierarztbesuche etc.). Eine ganz andere Sache ist es jedoch, ein Tier zu etwas zu zwingen, um unserem eigenen Wohlbefinden zu dienen! Weder werde ich ein Pferd mit Peitsche zur Mitarbeit drängen noch irgendwelche besonderen Leistungen von ihm einfordern. Wer mich bereits als Tiersitterin kennt, weiß, dass ich Tiere nicht bedränge, sondern warte bis diese von selbst ankommen. Natürlich darf man ihnen ein Angebot machen, indem man z.B. die Hand ausstreckt, damit sie erstmal schnuppern können. Ob man sie dann auch berühren kann, dürfen sie aber selbst entscheiden. Mir ist ein respektvoller Umgang mit Tieren sehr wichtig. Dies möchte ich gerne an meine Mitmenschen weitergeben und ihnen zeigen, dass Tiere mit uns interagieren wollen, wenn wir uns einladend verhalten. Ich zumindest habe schon oft in überraschte Gesichter geschaut, wenn das für kontaktscheu gehaltene Tier auf mich zukam und im Kontakt gar nicht ängstlich, sondern total entspannt war.
Die Tiergestützte Intervention findet demnach als freie Interaktion statt, wobei ein breites Methodenrepertoire zur Verfügung steht.
Wo?
Standort: Biolandhof Hochgürtel
Der von der lieben Dorothee Hochgürtel seit 2001 nach den Bioland-Richtlinien bewirtschaftete Grünlandbetrieb in Wachtberg-Züllighoven befasst sich hauptsächlich mit der Anlage und Pflege von Streuobstwiesen.
Das Grünland dient zur Heugewinnung und wird von ihren Heidschnucken , Ziegen, Ponys und einem Esel beweidet. Ihre Hofkatzen "Tarzan" und "Loki" sorgen für eine mausfreie Scheune. Alle Tiere haben ganzjährig Zugang zur Weide. Lediglich im Winter erfolgt eine kurzzeitige Aufstallung der Tiere zur Lammzeit, sowie der Pferde in einer Offenstall-Haltung, um die Weiden zu schonen. Besonders ans Herz gewachsen sind ihre Ziegen, da sie so intelligent und neugierig sind. Vor allem Kinder freuen sich über ihre Sanftmütigkeit und sind stolz, wenn sie ein Lämmchen streicheln dürfen. Es handelt sich um Kreuzungen der Rassen: Buren-Fleischrasse und Bunte Deutsche Edelziege-Milchziege.
Tipp: Dorothee stellt hervorragende naturtrübe Apfelsäfte - sowohl sortenreine als auch Gemischtsaft - her. Hier gibt es neben den meist vergessenen alten Sorten, die sie als Tafelobst vermarktet, viele für Allergiker verträgliche Apfelsorten. Und ihr Hof hat noch einiges mehr zu bieten!


